Bonito

Brasilien

Bonito – das Paradies in Brasilien im Pantanal

(3 Nächte)

Bonito ist eine Stadt im Pantanal im Bundesstaat Mato Grossu do Sul. Der Stadtkern in Bonito hat selber kaum etwas zu bieten und mit Paradies hat es auf dem ersten Blick erst einmal nicht viel zu tun. In Bonito wird aber das Motto Ökotourismus statt Massentourismus verfolgt. In Bonito könnt ihr verschiedene Aktivitäten in der Umgebung machen. Für die Aktivitäten müsst ihr zwingend einen Fahrer haben, einen Transfer buchen oder auch einen Mietwagen buchen. Die Fahrt mit dem Taxi zu den Aktivitäten ist übertrieben teuer.

Wir haben in Bonito 3 Nächte verbracht und die Tage und Aktivitäten waren noch über unseren Anbieter Go Pantanal organisiert. Aus dem Pantanal sind wir mit einem Shuttle gegen 18:00 Uhr in Bonito im Hotel angekommen.

Tagesausflug zu den Wasserfällen Boca da Onca

Um 07:30 Uhr wurden wir wieder von einem organisierten privaten Fahrer abgeholt und wir sind erst einmal aus dem Stadtkern Bonito Richtung Boca da Onca gefahren. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde. An einer Art Rezeption muss man sich anmelden und warten bis alle eingetroffen sind von der Gruppe. Anschließend geht es mit einem Jeep zum Startpunkt in den Dschungel. Wichtig: Unbedingt Mückenschutz mitnehmen und Badekleidung tragen.

Um ca. 9:00 Uhr hat unsere Wanderung mit dem Ziel Wasserfall Boca da Onca gestartet. Die Wanderung führt durch den Dschungel an einen Fluss entlang und man trifft immer auf kleinere Wasserfälle. Hier könnt ihr ins super klare Wasser baden gehen. Das Wasser ist super kalt aber nach einer kurzen Eingewöhnung ist es bei den heißen Temperatuten im Dschungel eine super Erfrischung. Nach ungefähr 2 Stunden macht ihr eine kleine Pause. Hier gibt es auch Toiletten und Wasser und Snacks zu kaufen.

 

Nachdem wir an verschiedenen kleinen Wasserfällen vorbeigekommen sind, wo wir uns jedes Mal in dem kühlen Wasser erfrischt haben, sind wir am Boca da Onca angekommen. Genau in diesem Moment hat das Wetter umgeschlagen und es wurde sehr windig und es hat angefangen zu regnen. Somit mussten wir den Rückweg (eine endloslange Treppe mit 886 Stufen nach oben) mit starken Wind und Nieselregen antreten. Oben gibt es noch einmal eine Aussichtsplattform über das Areal und den Blick auf den Boca da Onca.

Die Tour hat um ca. 13:00 Uhr mit einem Lunch (inklusive) in dem Gebäude mit der Rezeption abgeschlossen. Auf dem Areal gab es auch noch einen Pool mit wunderbaren Weitblick auf das Areal. Leider war der Pool überhaupt nicht gepflegt und das Wetter war dann auch nicht mehr gut. Der Fahrer wartet die ganze Zeit im Auto auf euch und daher konnten wir dann direkt dem Rückweg in das Hotel antreten. Nachdem das Wetter sich wieder wenigstens ein bisschen beruhigt hatte, haben wir den restlichen Nachmittag am Pool im Hotel verbracht.

Buraco das Araras

Am zweiten Tag in Bonito ging es zur Buraco das Araras – eine rota Ara Farm. Die Farm besteht aus einem Sandsteinkrater. Die Höhle von ca. 500 m Umfang und 100 m tiefe erreicht ihr in 45 Minuten ab Bonito. Hier könnt ihr rote Aras hautnah in freier Wildbahn sehen. Unsere Tour hat um 8:00 Uhr angefangen und dauert ca. 50 Minuten. Bei der Tour lauft ihr einmal um die Schlucht herum und habt zwei Aussichtsplattformen um die Papageien zu sehen. Bevor die Buraco zu einem Naturschutzgebiet wurde, wurde sie wohl als Müllhalde genutzt. Beim aufräumen hat man hier einiges gefunden: unter anderem Autos und auch Leichen – ein großer Kontrast zum heutigen Anblick.

 

Leider hat es den ganzen Morgen geregnet sodass wir im Regen den Rundweg machen mussten und die Aras kaum zu sehen waren und wenn sich einer gezeigt hat sah er auch ganz schön nass aus. Wir waren in dem Moment eher mäßig zufrieden. An sich lohnt sich ein Besuch bei besseren Wetter bestimmt besser. Wir hatten aber Glück und hatten die Möglichkeit die schönen bunten Aras später beim schnorcheln im Rio da Prata doch noch zu Gesicht zu bekommen.

Schnorcheln im Rio da Prata

Nach der Buraco das Araras ging es direkt weiter zum schnorcheln zum Rio da Prata. In dem Fluss könnt ihr bei super klarem Wasser schnorcheln und euch treiben lassen und Fische und Pflanzen beobachten. Da wir direkt von der Buraco weitergefahren sind und beide Ziele nur 5 Minuten auseinanderliegen, waren wir schon um kurz nach 9:00 Uhr am Rio da Prata. Hier fanden wir die Organisation von unserem Touranbieter nicht so gelungen, da wir für das Schnorcheln erst in der Gruppe um 11:00 Uhr eingeteilt waren und bei kälte und regen warten mussten. Zum Glück hat ab ca. 10:30 der Regen aufgehört und die Sonne kam raus.

Für die Tour bekommt ihr einen Neoprenanzug geliehen und dann geht es schon los. Mit dem Jeep werdet ihr im Dschungel abgesetzt und die letzten Meter zum Wasser müsst ihr laufen. Der Weg dauert ca. 30 Minuten. Nach einer kurzen Einweisung geht das schnorcheln los. Durch den Auftrieb des Neos und der Strömung im Fluss schwebt ihr förmlich durch das Wasser.

Um ca. 14:00 Uhr waren wir wieder zurück und es gab ein Buffet für das Mittagessen, welches inklusive war. Das Schnorcheln ist auf jeden fall sehr zu empfehlen! Hier muss aber natürlich auch das Wetter etwas mitspielen.

Ein anderes Highlight am Rio da Prata waren die roten Aras auf dem Areal. Nachdem wir in der Buraco das Araras kaum Aras gesehen haben, tauchten hier immer mehr in den Bäumen auf. Man konnte bis auf 1-2 Meter an die Aras heran und gute Fotos machen. Somit war unser schwieriger Start im Regen und das Warten auf das schnorcheln wieder etwas vergessen.

Gruta do Lago Azul

Am dritten Tag in Bonito hat uns unser private Fahrer wieder morgens abgeholt und wir sind ca. 40 Minuten zur Gruta do Lago Azul gefahren. Die Gruta ist eine Höhle mit Kalkformationen und einem funkelnden blauen See. Man muss für ca. 15 Minuten die Stufen nach unten herabsteigen um zu dem blauen See unter der Erde zu kommen. Ihr solltet unbedingt festes Schuhwerk tragen. Die Höhle war eigentlich ganz schön, aber die Tour war für uns etwas langweilig, da der Guide kein Englisch konnte und wir von den langen Erzählungen nichts verstanden haben. Die Tour hat sich dafür für uns etwas gezogen. In Summe dauert die Führung etwas über eine Stunde. Wenn ihr noch Zeit habt in Bonito ist es sicherlich nicht verkehrt zur Gruta zu fahren.

Rückfahrt nach Campo Grande

Von Bonito sind wir am dritten Tag mittags nach der Gruta do Lago Azul wieder von einem Shuttle am Hotel abgeholt worden und sind ca. 4 Stunden nach Campo Grande gefahren und waren somit um 16:30 Uhr in Campo Grande. Hier haben wir dann noch eine Nacht übernachtet. Wie schon gesagt, hätten wir am Abend lieber direkt nach Rio weiterfliegen sollen und nicht erst noch eine Nacht in Campo Grande bleiben.

Essen in Bonito

Wir können in Bonito auf jeden fall das Juanita im Ortskern empfehlen. Hier war es brechend voll mit Einheimischen und Touristen. Das Essen war super lecker und es gibt riesige Portionen. Der Fisch ist sehr zu empfehlen. Die Bedienung und Atmosphäre war auch super im Juanita und hat es zu einem gelungenen Abend gemacht.

Fazit Bonito – Paradies in Brasilien?

Diese Fragen können wir mit „Ja“ beantworten. Auch wenn die Stadt selber nicht gerade viel zu bieten hat und keinen schönen Ortskern hat, haben wir uns hier sehr wohl und vor allem auch sicher gefühlt. Ihr könnt euch anders als in Rio oder Sao Paulo frei auf den Straßen bewegen – auch nachts. Es gibt ein paar Geschäfte, Restaurants und Cafés. Hier haben wir auch unseren Großeinkauf an Havaianas gemacht.

Die Ausflüge zu den Wasserfällen Boca da Onca, die Ara Farm und das Schnorcheln sind zu empfehlen. Die Gruta do Lago Azul könnt ihr noch machen, falls Zeit dazu ist.

 

Lies auch unsere anderen Reiseberichte zu Brasilien

Rio de Janeiro
Ilha Grande
Paraty
Campo Grande
Pantanal
Bonito

 

 

 

 

 

Reiseplanung
Reisekosten