Cusco

Peru

Cusco – die Hauptstadt der Inkas

Mit knapp 7 Stunden dauert die Fahrzeit per Bus von Puno nach Cusco zugegeben recht lange: Viele Alternativen gibt es jedoch nicht. Man kann noch fliegen, die meisten Flugverbindungen führen aber über Lima, sodass man zeitlich nicht viel gewinnt. Alternativ kann auch mit PeruRail im Panorama-Zug durch die Anden nach Cusco fahren. Die Fahrt dauert zwar länger, muss aber ein unfassbares Erlebnis sein. Wir konnten den Zug leider nicht nehmen, da die Abfahrtszeiten nicht passten. Checkt daher am Besten schon vor Beginn eurer Tour, wann der Zug fährt. Somit entschieden wir uns einmal mehr für Curz del Sur und erreichten unser Hostel in Cusco am frühen Abend.

Cusco – Hauptstadt der Inka mit vielfältigen Möglichkeiten

Über Cusco kann man nicht genug positive Worte verlieren: Die gesamte Atmosphäre in der „Inka-Hauptstadt“ hat uns von Tag eins an in den Bann gezogen. Die Menschen in der Stadt und Umgebung haben uns so freundlich und hilfsbereit aufgenommen, dass wir uns direkt heimisch gefühlt haben. Einen großen Anteil daran hatte sicherlich auch unser Hostel (Backpacker La Bo’M), welches wir euch für euren Aufenthalt in Cusco wärmstens ans Herz legen können. Zum Frühstück bekommt ihr sogar Crepes aus dem drüberlegenden Restaurant.

Cusco eignet sich hervorragend als Basis für zahlreiche Ausflüge der Region. Aber auch Cusco selbst hat eine Menge zu bieten: Am Plaza de Armas, dem großen Platz im Herzen der Stadt, kann man wunderbar Zeit verbringen, Cafe trinken und einfach die Leute beobachten. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr euch in eines der Restaurants auf den Balkon mit Blick auf den Platz setzen und eure Blicke auf die zwei mächtigen Kirchen Cuscos, der Iglesia La Compania sowie der Kathedrale werfen.

Cusco
Regenzeit in Peru. Sonne nach einem kurzen Regenschauer in Cusco

Unweit des Platzes geht die Calle Hatunrumiyoc, die Straße der Inka. Wenn ihr an der Steinwand vorbeiläuft werdet ihr merken, dass ein Stein das Interesse aller Touristen hervorruft: der Zwölf-Winkel-Stein, der von den Inkas mit einer unbeschreiblichen Präzision angepasst und eingefügt wurde – ein erstes Beispiel für die Baukunst der Inka, welche wir in den verbleibenden Tagen noch zahlreich bewundern durften.

Inka Ruine mit Blick auf Cusco

Das nächste eindrucksvolle Überbleibsel der Inka findet sich direkt über der Stadt, oberhalb des Stadtteils San Blas: Saqsayhuman, eine der größten Inka Ruinen Perus. Die Stätte, die man von Cusco aus fußläufig erreichen kann, erschlägt einen mit seiner Größe. Groß bzw. riesig sind auch die Steine, die die Inkas damals verwandt haben. Wenn man vor eben diesen steht fällt es einem schwer zu begreifen, wie die Inkas vor vielen Jahren diese bewegt und angeordnet haben sollen. Von dem Areal der Ruine kann man noch zu einem kleinen Aussichtspunkt wandern, von wo aus man einen schönen Blick über Cusco hat. Zudem befindet sich der Cristo Blanco, eine ca. acht Meter hohe Christus-Statue, ähnlich der bekannten in Rio, fußläufig von der Ruine. Ähnlich wie die Statue in Rio, wacht auch in Cusco Cristo über die Stadt und ist von nahezu allen Orten der Stadt zu sehen.

 

Nehmt euch auf jeden Fall etwas Zeit mit für den Aufstieg nach Saqsayhuman. Nicht nur, weil der Weg teils steil nach oben geht, sondern weil die kleinen Gassen und Straßen in San Blas an und für sich schon eine Sensation sind. Mit zahlreichen Cafe’s, Restaurants und Bars versprüht dieser Stadtteil eine besondere Atmosphäre. Auf dem Weg kann man sich noch die älteste Kirche Cuscos, die Iglesia San Blas, anschauen oder z.B. in Limbus Restobar einen unbeschreiblichen Blick über die Stadt genießen.

Markt San Pedro – Einkaufen in Cusco

Zurück in Cusco steuerten wir den Markt San Pedro an. Das hektische Treiben des Marktes, der erneut nur unweit vom Plaza de Armas ist, zieht einen direkt in den Bann. Über Obst, Gemüse, Strickereien und Fleisch findet man hier alles, was das Herz begehrt. Besonders gut kombinieren lässt sich der Besuch mit einer Cooking Class, welche wir abends absolvierten. Der Besuch des Marktes mit dem Chefkoch und Lehrer war eine ganz besondere Erfahrung und das spätere zubereitete Essen (Ceviche) ein Traum. 

Ausflüge ab Cusco

Mindestens genauso spektakulär wie Cusco ist die Umgebung von Cusco. Gut mit Taxi, Collectivo oder Bus zu erreichen sind die Ruinen von Q’engo, Puca Pucara und Tambomachay. Während erste uns nicht ganz zu überzeugen vermochte, sind die beiden letzteren definitiv einen Besuch wert. Wir haben den Besuch mit dem Trip zu Saqsayhuman verbunden und sind von dort einfach in einen der vorbeifahrenden Busse gestiegen. Diese halten prinzipiell immer, wenn man nur kurz seinen Arm heraushält. Von Saqsayhuman führt nur eine Straße, von daher kommt ihr entweder bergab zurück in die Stadt oder bergauf zu den drei weiteren Ruinen.

Etwas weiter weg liegt das Tal der Inkas, welches man von Cusco gut mit einem Bus oder dem Collectivo (Abfahr in der Avenida Grau in Cusco) erreichen kann. Fahrt dazu einfach nach Ollantaytambo, Urubamba oder Pisac und erkundet dort die Landschaft sowie die imposanten Inka-Ruinen oder die Terrassenanlage von Moray. Auch die Salzterassen in Maras sind einen Besuch wert. Wenn ihr eure Tour nach Machu Picchu fortsetzt, empfiehlt es sich, zunächst nach Ollantaytambo zu reisen und von dort mit dem Zug weiter nach Aguas Calientes.

Rainbow Mountain

Ein ebenfalls recht bekanntes und beliebtes Ausflugsziel von Cusco aus sind die Rainbow-Mountain, welche ihr von Cusco mittels eines Tagesausflugs erreicht. Am besten bucht ihr in einem der zahlreichen Reisebüros in Cusco die Tour, da diese mit eigenen Mitteln recht schwer zu bewältigen ist. Bedenkt aber, dass die Rainbow Mountain auf 5.000m Höhe liegen und besucht diese daher am besten erst am Ende eures Cusco-Aufenthaltes. Wir konnten leider aus Zeitgründen nicht zu den Rainbow Mountain fahren.

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