Puno

Peru

Lago Titicaca in Puno

Nach rund fünf Stunden Fahrt erreichten wir Puno, welches mit rund 3.800m das „Dach“ unserer Tour sein sollte, zumindest wenn man die Übernachtungen betrachtet. Hatten wir die Höhe in Arequipa und während des ersten Teils der Busfahrt noch gut verkraftet, zeigte uns ein Zwischenstopp am Laguna Lagunillas, einem See auf dem Anden-Altiplano auf rund 4.174m, schnell die Grenzen auf. Ein kurzer Stopp mit Frischluft mit einem – zugegeben – wunderschönen Blick auf den Bergsee, und man versteht, warum man langsam aufsteigen sollte. Nach einigen Tabletten gegen die Höhenkrankheit ging es uns dann aber schnell besser und wir konnten den Weg nach Puno fortführen.

Cruz del Sur – Mit dem Bus durch Peru
Zwischenstopp auf 4.170m Höhe

Puno selbst hat nicht so viel zu bieten: Eine kleine Fußgängerzone mit einem kleinen Plaza de Armas und den Hafen mit Blick auf die Attraktion der Region – den Lago Titicaca. Mit 3.812m ist der See der höchst gelegene für die kommerzielle Schifffahrt zugelassene See der Welt und verbindet Peru mit Bolivien. Titi heißt übersetzt „große Katze“ oder auch „Puma“. Dreht ihr die Karte des Sees um 180° könnt ihr die Umrisse einer Katze erkennen – daher also der Name.

Inmitten des Sees liegen mit Amatani und Taquile zwei Ortschaften, welche ihr mit Booten vom Hafen in Puno erreichen könnt. ODER ihr macht direkt einen Zwei-Tages-Trip mit Homestay bei einer lokalen Familie auf Amatani raus. Ihr könnt ihr den Trip online ganz entspannt buchen und werdet vom Hotel abgeholt (Kosten: 35 USD + Verpflegung auf Taquile (rd. 20 USD p.P.)).

Die schwimmenden Inseln im Titicacasee – Uros

Die Tour startet aber mit dem anderen „Highlight“ des Sees: Den Uros. Die Uros sind ein Volk, welches auf Bambusinseln auf dem See leben. Diese Inseln können schwimmen und je nach Beziehungsstatus der Familien, getrennt und/oder neu verbunden werden. Daher kann keiner so genau sagen, wie viele Inseln tatsächlich im See „schwimmen“. Die Uros haben sich aber ein eigene „schwimmende Stadt“ aufgebaut – mit Schulen für die Kinder oder eigenen Supermärkten. Während die Männer morgens zum Fischen herausfahren kümmern sich die Frauen um die Einnahmequelle der Uros: Den Touristen. Während euer Tour erzählen euch die Uros daher lebendig, wie die Inseln „gebaut“ werden und wie das Leben auf der See so ist. Ihr dürft sogar mit einem traditionellen Boot zum Hauptsitz der Insel fahren, wo ihr euch einen Stempel in den Reisepass machen lassen könnt. Nebenbei bieten euch die Uros handgemachten Schmuck und Strickereien an, welche ihr für ein paar Soles erwerben könnt.

Homestay auf der Insel Amantani auf dem Titicacasee

Nach dem Stopp bei den Uros geht es fix weiter nach Amantani, wo wir unsere „Gastmama“ kennen lernten. Nach kurzem Fußweg erreichten wir dann auch unser Zimmer, welches im Haus der Familie war. Besonders spannend: Die Toilette befand sich außerhalb der Hausmauern und ohne fließend Wasser – ein echtes Abenteuer, wenn man Nachts „mal muss“ (Es gibt aber auch Unterkünfte mit fließend Wasser – einfach dem Guide vorher Bescheid geben). Kaum angekommen, lud uns unsere Gastfamilie zum Mittagessen ein. Zunächst etwas schüchtern, gesellten sich nach und nach sämtliche Familienangehörige an den Tisch und erzählten uns von ihrem Leben auf der Insel. Etwas spanisch sollte man aber sprechen, die Einwohner Amantanis sprechen kein Englisch.

Der Nachmittag führte uns dann auf die Spitze des Berges in der Mitte der Insel. Über einige Meter führt der Weg rund um die Insel und bietet euch einen fantastischen Blick auf den See. Unseren Plan, von oben den Sonnenuntergang zu sehen, machte jedoch der Regen einen Strich durch die Rechnung. Binnen Minuten zog ein Unwetter auf und wir konnten uns „just-in-time“ zurück in unsere Unterkunft retten bevor das Gewitter loslegte. Das Abendessen im Kreise „unserer“ Familie wärmte uns jedoch schnell wieder auf. Thema Kälte: Obwohl es auf dem See und in Puno aufgrund der Höhe nachts sehr kalt ist, konnte man die Nacht problemlos überstehen. Wie in Peru üblich gibt es einfach drei warme Decken dazu und alles ist warm.

Abschluss der Titicacasee-Tour auf der Insel Taquile

Tag zwei der Tour startete mit einem gemeinsamen Frühstück und der Überfahrt nach Taquile. Taquile überquerten wir dabei zu Fuß und lernten eine Menge über die Art und Weise, wie die Familien ihren Lebensunterhalten bestreiten. Insbesondere zu sehen, wie Quinoa auf den selbst gebauten „Terrassen“ an- und abgebaut wird ist sehr interessant. Nach einem Lunch am anderen Ende der Insel ging es zurück Richtung Puno.

Von Puno aus ging es dann weiter in Richtung Cusco.

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