Rio de Janeiro

BRASILIEN

Die besten Tipps für Rio de Janeiro

(2 Nächte)

Vom Flughafen zur Copacabana in Rio

Um 4:00 Uhr morgens sind wir in Rio de Janeiro gelandet und unser erster Stopp in Brasilien sollte die weltbekannte Copacabana in Rio sein. In unserem Hotel hatten wir nach einem Früh-Check-in gefragt und haben uns daher nach der Einreise erst einmal auf den Weg Richtung Hotel an der Copacabana gemacht. In Brasilien könnt ihr Uber oder die offiziellen gelben Taxis benutzen um in den Städten von A nach B zu kommen. Wir haben den ganzen Urlaub Uber genutzt. In Rio am Flughafen ist Uber auch am Terminal ausgeschildert. Ihr müsst zum Terminal 2, Level 2, Tür C um zum Uber Pick-Up zu kommen. Die Fahrt zur Copacabana um die frühe Uhrzeit ohne das bekannte Verkehrschaos in Brasilien kostet 50 R$ (~12€) und dauert ca. 50 Minuten.

Im Hotel haben wir uns natürlich eigentlich erst einmal nach einer Dusche gesehnt. Aber es ist wohl verständlich, dass man um kurz vor 6 Uhr noch nicht einchecken kann. Wir sollten aber zu mindestens gegen 11.30 Uhr das Zimmer beziehen können. Wir haben im Hotel dann direkt noch schnell gefrühstückt und uns im Badezimmer etwas frisch gemacht, bevor unser erster Tag in Rio de Janeiro gestartet ist.

Sonnenaufgang an der Copacabana als wir in Rio angekommen sind
Copacabana in Rio de Janeiro

Spaziergang an der Copacabana bis nach Leblon über Ipanema

Tagsüber könnt ihr ohne Probleme am Strand in Rio de Janeiro spazieren gehen. Ihr solltet allerdings auf auffälligen Schmuck und teure Kleidung und Accessoires verzichten. In Rio gibt es den bekannten Stadtteil Copacabana mit seinem Stadtstrand. Neben der Copacabana sind noch die Stadteile Ipanema und Leblon an der Küste in Rio beliebt und sind die besten Orte für eine Unterkunft in Rio.

Blick auf die Favelas in Rio

Unser Spaziergang führte von unserem Hotel an der Copacabana über dem Militärstützpunkt und beliebten Aussichtspunkt Fort Copacabana nach Ipenama und weiter bis nach Leblon zum Aussichtspunkt Mirante do Leblon. Der Militärstützpunkt ist für die Öffentlichkeit zugänglich und hat ein Museum und 2 Cafés auf dem Areal. Das Highlight ist die Aussicht auf die Copacabana und den Zuckerhut. Allerdings konnten wir das Fort auf unserem Hinweg noch nicht besichtigen, da es noch zu früh war und das Fort erst ab 10:00 Uhr geöffnet ist.

Ausblick vom Mirante de Leblon auf Ipanema

Wir sind dann erst einmal weiter Richtung Ipanema und Leblon gelaufen. Die Strecke solltet ihr nicht unterschätzen. In Summe waren es ca. 7 km und wir sind 1,5 h gelaufen. In Leblon erreicht ihr dann den Aussichtspunkt Mirante do Leblon mit den Favelas im Hintergrund. Beim Aussichtspunkt gibt es auch einen Kiosk um euch mit Wasser oder mit einer Kokosnuss zu stärken.

Wir sind dann mit dem Uber aus Leblon wieder zum Fort gefahren und haben dort in dem berühmten Café Colombo noch einmal ein zweites Frühstück/erstes frühes Lunch zu uns genommen. Es war gerade mal kurz nach 10:00 Uhr aber wir hatten das Gefühl, als ob wir schon den ganzen Tag unterwegs gewesen wären. Nach der Stärkung ging es erst einmal langsam zurück zum Hotel und wir konnten endlich einchecken.

Forte de Copacabana

Wenn ihr von dem Trubel der Copacabana etwas wegwollt, könnt ihr an der Av. Nossa Sra de Copacabana entlanglaufen. Die Straße liegt nur zwei Querstraßen von der Copacabana und hier gibt es noch einge Cafés und Restaurants. Das Sofa Café können wir an der Straße empfehlen.

Das letzte Weltwunder auf unserer Weltwundertour! Die Christus Statue in Rio

Wir konnten es kaum erwarten die Christusstatue in Rio zu sehen. Damit war unsere Weltwundertour abgeschlossen und wir haben in etwas mehr als 3 Jahren alle sieben Weltwunder der Moderne gesehen.

Trotz des etwas schlechten und vor allem bewölkten Wetters haben wir uns an unserem ersten Tag auf den Weg zur Christus Statue gemacht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Christus Statue zu kommen. Ihr könnt zum Beispiel den Bus 583 ab der Copacabana zum Treffpunkt der autorisierten Kleinbusse nehmen. Die Busse fahren euch dann zu der Ticketstation und kostet laut unserem Reiseführer 62 R$ pro Person. Wir dachten, dass geht auch günstiger und haben uns wohl für eine etwas (im nachhinein) ungewöhnliche Alternative entschieden.

Auf einmal war alles im Nebel verschwunden

Wir sind mit dem Uber zur Christusstatue gefahren. Dies scheint aber nicht üblich zu sein und wir mussten auch etwas länger als sonst warten, bis ein Fahrer die Fahrt angenommen hat und uns im Hotel abgeholt hat. Der Weg zur Christus Statue führt einen sehr steilen Berg hinauf. Unser Uber-Fahrer schien nicht wirklich den Weg zu kennen und war von dem Berg etwas überrascht und wollte wieder umdrehen. Sein Auto hat es nicht geschafft an dem Berg anzufahren. Er hat dann etwas zurückgesetzt und ist mit vollen Tempo Richtung Steigung gefahren und so haben wir es dann doch noch hoch geschafft. Die Fahrt zu der Ticketstation hat 30 R$ gekostet und ungefähr eine halbe Stunde gedauert.

Der Eintritt zur Christus Statue ist eigentlich frei, an der Ticketstation könnt ihr allerdings für 28 R$ pro Person Tickets für einen weiteren Kleinbus kaufen, der euch dann die letzten Meter den Berg hinauffährt und später wieder runter. Ihr kauft die Tickets für ein bestimmten Time Slot. Je nachdem wie voll es ist, kann es sein, dass ihr dann noch etwas warten müsst bis ihr den Kleinbus nehmen dürft. Die letzte Strecke könnt ihr durchaus auch laufen und dann ist der Besuch des Christus umsonst. Wir schätzen, dass es ca. 30 Minuten dauert. Da es doch auf einmal sehr kalt oben wurde und wir keine Jacke dabei hatten, wäre der Fußweg doch etwas unangenehm gewesen.

Weltwunder: Cristo Redentor – Christusstatue in Rio in Nebel eingehüllt

Wir hatten mit dem Wetter Pech und Glück zugleich. Durch das schlechte Wetter war es nicht so überfüllt. Allerdings war die Aussicht auf Rio auch kurzzeitig von einer Wolke komplett verhangen und auch der Christus war einmal komplett verschwunden. Trotzdem konnten wir die Christus Statue gut sehen und (wenn auch wolkige) Fotos machen.

Als wir wieder an der Ticketstation waren haben wir versucht ein Uber zu bestellen. Die Fahrten wurden aber immer wieder storniert und wir haben immer wieder versucht ein neues Uber zu bekommen. Auch nach 15-20 Minuten hatten wir immer noch kein Glück mit Uber. Als dann ein Kleinbus von der Station unten ankam haben wir mit dem Fahrer verhandelt, dass er uns für 10R$ pro Person mitnimmt, auch wenn wir kein offizielles Ticket haben. So sind wir dann wenigstens schon einmal nach unten gekommen und konnten hier in ein weiteres Uber steigen. Die Fahrt war etwas merkwürdig und unser Fahrer ist die ganze Zeit einen Umweg gefahren und seine Navigation hat nicht funktioniert. Daher mussten wir dann hinterher noch einmal 16 R$ für das Uber zahlen. Wir haben aber später von Uber Geld zurückbekommen, weil wir uns beschwert haben, dass es nicht der kürzeste Weg war.

Mit unserer Alternative zur Christusstatue zu kommen haben wir auf jeden Fall Geld gespart, auch wenn die Organisation etwas kompliziert war.

Wie startet man in Rio am besten in den Tag?

Rio und die Copacabana stehen für viel nackte Haut und durchtrainierte Brasilianer. An der ganzen Copacabana sieht man Menschen Sport machen. Entweder joggen auf dem Gehweg, direkt am Strand oder man besucht eins der vielen Open Air Fitnessstudios am Strand. Von den ganzen sportlichen Eindrücken am ersten Tag, haben wir uns motiviert gefühlt und da wir eh noch etwas im Jetlag waren, sind wir am zweiten Tag um 6 Uhr zum Frühsport an den Strand gegangen. Hier sind wir barfuß die Copacabana Richtung Zuckerhut entlang gejoggt. Dies war bisher wohl die coolste Joggingstrecke.

Joggen am Strand in Rio de Janeiro
Fitnessstudio mal anders: Morgens könnt ihr an der Copacabana in Outdoor Fitnessstudios Sport machen

Free Walking Tour durch Rios‘ Altstadt

Um auch die Altstadt in Rio kennenzulernen und mehr über das Leben der Einheimischen in Rio, der sogenannten Cariocas zu erfahren, haben wir an einer Free Walking Tour teilgenommen. Die Tour findet jeden Montag – Samstag um 10:30 Uhr statt. Der Treffpunkt ist an der Metro Station Carioca Square, Ausgang C. Das Uber bis nach Downtown kostet 30 R$. Die Tour geht vom Carioca Square in die kleinen Gassen der Altstadt. Zunächst geht es zu dem berühmten Café Columbo (welches es auch am Cobacabana Fort gibt) in die Rue Gonçalves Dias. Hier hat man sich früher ganz nach dem Motto sehen und gesehen werden getroffen und die süßen Leckereien genossen. Im Café gibt es das ganze Sortiment an Brasilianischen Speisen wie z.B. Coxinha und Brigadeiros und dem Klassiker Pastel de Nata. Coxinhas sind eine Art frittierte Krokette mit Fleisch gefüllt. Die super Schokobombe Brigadeiro ist super lecker! An den Straßenständen gibt es die süße Köstlichkeit natürlich deutlich günstiger als im Café Colombo. In der Straße vom Café Colombo gibt es auch jede menge Geschäfte für eine kleine Shopping Tour.

Theato Municipal in der Altstadt von Rio
Das berühmte Café Columbo mit allen möglichen Leckerein
Schmale Gassen in Rios Altstadt

Escadaria Selaron

Weiter ging es mit der Tour in die Rua do Ouvidor und in den alten Palast der Königsfamilie. Anschließend war der nächste Stopp der frühere Hauptplatz in Rio. Hier steht das beeindruckende Theatre Municipal, die National Library und Museen. Die Tour endet mit den berühmten Treppenstufen Escardia Selaron in Santa Teresa. Jede Stufe wurde von dem in Chile geborenen Künstler Jorge Selaron mit verschiedenen kleinen Fliesen aus allen Ländern verkleidet. Die Treppen führen hoch in den Stadtteil Santa Teresa. Die Straße an den Treppen ist der Beginn der Kneipenstraße in Lapa. Hier haben wir direkt an der Ecke etwas zu Mittag gegessen. Obwohl das Lokal XIMENES direkt vor den Escardia Selaron liegt, waren die Kellner sehr freundlich und haben uns die Karte versucht auf englisch zu übersetzen.

Escadaria Selaron Rio de Janeiro

Santa Teresa – Wie sicher ist es?

Santa Teresa liegt oberhalb der Altstadt von Rio auf einem Hügel. Hier gibt es kleine verwinkelte Gassen, Boutique-Hotels und ausgefallene Cocktailbars. Ein Must-Do ist es mit der historischen Bahn hochzufahren. Die Tickets bekommt ihr in Lapa in der Nähe am Aquädukt. Hier ist auch die Abfahrt der Bahn. Wichtig: Ihr bekommt nur hier die Tickets. Wenn ihr über die Treppenstufen Escardia Selaron  hochlauft und nur mit der Bahn runterfahren möchtet, bekommt ihr oben keine Tickets. Santa Teresa ist zwar ein hipper und beliebter Stadtteil aber auch nicht der sicherste in Rio. Unser Guide von der Free Walking Tour empfiehlt es nur am Wochenende Santa Teresa zu besuchen.

Kunstwerk der Weltkarte an den Stufen Escadaria Selaron

Zuckerhut

Von den Treppenstufen Escardia Selaron ging es mit dem Uber weiter Richtung Zuckerhut. Die Fahrt kostet ca. 17$R. Der klassische Weg auf den Zuckerhut ist die Fahrt mit den zwei Seilbahnen. Es gibt auch einen Wanderweg, den wir aber nicht gemacht haben. Die Fahrt mit der Seilbahn ist mit 99$R recht teuer. Am besten fahrt ihr am späten Nachmittag zum Zuckerhut um den Sonnenuntergang über Rio zu sehen.

Blick vom Zuckerhut über Rio und den Cristo Redentor
Seilbahn am Zuckerhut
Blick auf den Zuckerhut von der ersten Seilbahnstation

 

Essen und Schlafen in Rio de Janeiro

In Großstädten ist es immer besonders schwer unter den vielen Hotels und Restaurants das richtige auszuwählen. Meistens sind wir in den kleineren Städten mehr von den Hotels und Restaurants begeistert. Ein paar Empfehlungen können wir euch trotzdem für Rio geben. Für unsere letzte Nacht in Rio vor der Abreise haben wir im Hotel Arena Ipanema übernachtet. Das Hotel hat keine Wünsche übrig gelassen und auf der Dachterrasse gab es einen kleinen Pool mit Bar und einem tollen Ausblick über Rio. Für die ersten Nächte in Rio haben wir an der Copacabana im Ritz Copacabana Boutique Hotel übernachtet. Das Hotel war auch gut und hatte auch einen Pool und Dachterrasse. Das Hotel in Ipanema hat uns aber etwas besser gefallen und hatte schönere und größere Zimmer.

Zum Abendessen waren wir an einem Abend im Zaza Tropical Bistro. Die Preise sind schon etwas hochpreisiger, aber wir fanden es super lecker und ein sehr schönes Restaurant. Das Café Beefit in Ipanema können wir auch sehr für einen Lunch empfehlen. Für leckeren Kaffee und Kuchen ist das Sofa Café super. Für ein Lunch an den Escardia Selarion ist das Ximenes gut geeignet.

Am Platz Square Nossa Senhora da Paz gab es noch einen kleinen Markt mit vielen leckeren Snacks und ganz viel frisches Obst und Gemüse. Hier haben wir auch noch ein paar Schoko Brigadeiros für Zuhause gekauft.

 

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